SHERP

Einen Moment lang kommt einem dieses Gefährt seltsam vertraut vor: Sahen nicht die ferngesteuerten Autos in der Teenagerzeit ähnlich aus? Kurzer Radstand, monströse Reifen? Doch dieses Fahrzeug ist kein Spielzeug, es kommt aus St. Petersburg (Russland)und nennt sich «Sherp». Eine kleine Firma stellt es dort im Eigenbau her. Dank seinen überdimensionalen Reifen kann der Sherp sogar schwimmen, er wird dadurch zum idealen Fahrzeug in unzugänglichem Gelände, das ständig überflutet wird.

Solcherlei Terrain gibt es häufig in Russland, die Halbinsel Kola im äussersten Nordwesten Russlands ist voll davon: kleine Seen, Sümpfe, auftauender Permafrostboden. Und dort ist dann auch die Strassengeschwindigkeit des Sherps egal: 45 km/h. Angetrieben wird das Fahrzeug von einem 1,5-l-Kubota-V1505-t-Dieselmotor, er leistet lediglich 44 PS. Da der Sherp aber nur 1300 kg wiegt, genügt das vollauf. Weil der Sherp so kurz ist (3,4 m lang), ist er ultrawendig, seine Bodenfreiheit beträgt 60 cm.

70 000 $ soll der russische Eigenbau kosten.