+3 %: SCHWEIZERISCHER ERDÖLABSATZ 2015

Der Gesamtabsatz der wichtigsten Erdölprodukte stieg 2015 in der Schweiz um 3 % auf rund 10 Millionen Tonnen. Der Benzin- und der Dieselabsatz sanken, die restlichen Erdölprodukte legten zu.

Im Vergleich zum Vorjahr ging der Benzinverbrauch im Jahr 2015 um 6,7 % (entspricht: 179 516 t), derjenige des Diesels um 0,6 % (entspricht: 16 507 t) zurück. Flugpetrol, Heizöle und Extra-Leicht-Öle legten im Schnitt um 3,4 bis 15,9 % zu. Der Verbrauch von Mittel- und Schwerölen verringerte sich um 27 %. Total stieg der Erdölprodukteabsatz schweizweit um 3 %.

Die einzelnen Erdölprodukte

Nebst der kontinuierlich verbesserten Treibstoffeffizienz neuer Motoren und der Tendenz hin zum Kauf weniger leistungsstarker – also verbrauchsfreundlicherer – Personenwagen, erklärt Roland Bilang, Geschäftsführer der Erdöl-Vereinigung, den Absatzrückgang beim Autobenzin so: «Mit der Aufhebung des Euromindestkurses im Januar 2015 hat sich das Tanken von Benzin in der Schweiz für ausländische Kunden massiv verteuert. Es kam sozusagen über Nacht zu einer Umkehr des Tanktourismus: Viele Schweizer Kunden in grenznahen Gebieten fuhren zum Tanken ins Ausland.» Der nur leicht (–0,6 %) rückläufige Absatz beim Diesel, welches ja zum grossen Teil im Bau- und Transportgewerbe eingesetzt wird, erklärt sich sowohl aus der stabilen Binnenkonjunktur als auch aus der weiter zunehmenden Zahl von Dieselpersonenwagen (Anteil Neuimmatrikulationen 2015: 38,9 %). Beim Flugpetrol stiegen die Verkäufe 2015 gegenüber dem Vorjahr um 3,4 % (entspricht: 53 922 t). Die grösste Zunahme gegenüber 2014 entstand beim Heizöl Extra-Leicht mit 15,9 % (entspricht: 434 711 t), was der Zunahme der Heizgradtage um 10,5 % gegen- über dem ausserordentlich milden Winter des Vorjahres geschuldet ist. Viele Käufer profitierten vom tiefen Heizölpreis und füllten ihre Tanks.