ER WILL DIE ZAHLENREIHE ÄNDERN

Tom Lüthi feiert in der bevorstehenden Moto2-Saison einige Jubiläen. Die oberste Maxime des 125ccm-Weltmeisters von 2005 lautet: Konstanz. Wenn der Berner 2016 für einmal ohne Zwischentief durchkommt, liegt sogar der ganz grosse «Coup» drin.

Tom Lüthi, Motorradrennfahrer Moto2

Thomas Lüthi hat sich den zweiten Weltmeister-Titel seiner Karriere auf die Fahne geschrieben. Wer weiss, vielleicht klappt es in der bevortehenden Moto2-Saison. Am 6. September feiert Thomas Lüthi seinen 30. Geburtstag. Am liebsten wäre dem Oberdiessbacher, der heuer zudem seine zehnte WM-Saison bestreitet, natürlich der WM-Titel als Souvenir an die Jubiläumssaison 2016. «Das muss mein Ziel sein. Wie weit es sich erreichen lässt, wird sich weisen», sagt Lüthi. Zuletzt weilte dieser in Verbier in den Skiferien – so viel Zeit muss sein. Unterdessen indes bereitet er sich zuhause mit seinem Konditionstrainer auf die neue Saison vor.

Rang 4 ist Programm

In erster Linie, so der 125ccm-Weltmeister von 2005, sei wichtig, dass «wir ohne Zwischentief, dafür umso konstanter durch die Saison kommen.» Wenn das gelingt ergibt sich die Spitzenklassierung, wer weiss, eventuell gar der Titel, von selbst. Es war in den letzten Jahren regelmässig der Fall, dass Lüthi innerhalb einer Saison sehr starke Phasen hatte, dass dann aber auch immer wieder ein Zwischentief einzog. «Das ist so und wenn irgendein Baustein im Gefüge nicht passt und da ist, wo er hingehört, ist man in unserem Sport sehr schnell sehr weit weg.» Der obligate «Hänger» ist jedoch nicht die einzige turnusgemässe Konstante in der Moto2-Karriere von Lüthi. «5, 4, 6, 4, 5, 4… waren seine WM-Schlussränge der letzten Jahre. Geht die Zahlenreihe dieser Logik folgend weiter, dann wäre 2016 also wieder ein vierter WM-Schlussrang fällig. Das «Zeug» und das Material und das Team freilich, um diesem «Bioalgorhythmus» im Guten zu «knacken» und die 4 mit einer 1 oder 2 oder 3 zu ersetzen, hat Lüthi auf jeden Fall.

Keine grosse Umstellung

Auch der «Sportler des Jahres 2005» wird die neue Kalex, wie sein Teamkollege Dominique Aegerter, Ende Februar erstmals fahren. «Ich rechne nicht damit, dass ich mich fest umstellen muss – die Änderungen gegenüber dem Vorjahresmodell sind marginal.» Personll dagegen sind die «News» wesentlich markanter. Lüthi ist heuer erstmals mit Gilles Bigot als Cheftechniker unterwegs. Der Franzose ersetzt den Deutschen Alfred Willeke. Letzterer hat mit Lüthi seit dessen Einstieg in die Moto2-Klasse 2010 zusammengearbeitet. Bigot dagegen war zuletzt Aegerters Crewchef. «Der Grund für die Wechsel liegt darin, dass wir versuchen wollen, neue Ideen, Arbeitsweisen und Strategien reinzubringen.» Ein von Teamchef Fred Corminboeuf lancierter, potenziell nicht ganz zündstofffreier Input, der im Idealfall den WM-Titel als Output zeitigen soll. Aegerters neuer Chef an der «Bande» heisst Florian Chiffoleau, der zuletzt für das Team des Franzosen Heré Poncharal (MotoGP und Moto2) tätig war. Physisch fühlt sich Lüthi fitter denn je; ideal also, um seinem Traum – Aufstieg in die MotoGP-Klasse – einen Schritt näher zu kommen.

Thomas Lüthi

Geboren am 6. September 1986 in Linden. – Hobbes: Skifahren, Kitesurfen, Mountainbike. – Karriere: 2002bis 2004: WM 27./15./25. GP 125. – 2005: Weltmeister GP 125 (Honda). – 2006: 8. Rang GP 125 (Honda). – 2007: 8. Rang GP 250 (Aprilla). – 2008: 11. Rang GP 250 (Aprilla). – 2009: 7. Rang GP 250 (Aprilla). – 2010: 4. Rang Moto2-WM (Moriwaki). – 2011: 5. Rang Moto2-WM (Suter). – 2012: 4. Rang Moto2-WM (Suter). – 2013: 6. Rang Moto2-WM (Suter). – 2014: 4. Rang Moto2-WM (Suter). – 2015: 5. Rang Moto2-WM (Kalex). – Total: 10 GP-Siege, 41 Podestplätze. MSdann liess uns das Differential im Stich. Es sperrte nicht mehr und ich musste verlangsamt in die Kurven und warten, bis die Räder gerade ausgerichtet waren, ehe ich wieder voll beschleunigen konnte. Diese letzten Sonderprüfungen kamen mir unendlich lang vor…», so Burri. Dank des Vorsprungs, den die Schweizer über die vorherigen zwei Tage rausgefahren hatten, vermochten Burri/Levratti den Monte-Sieg ins Ziel zu retten. Dies 14 Sekunden vor Rossetti. Ein Triumph mit «bitterem» Nachgeschmack, denn Rossetti sammelte auf den letzten «Specials» genug Punkte, um im Total vorn zu bleiben.