170 000 VERNETZTE SCANIA-FAHRZEUGE

Heute nutzen Scania-Kunden in über 50 Ländern die standardmässige Fahrzeug-Vernetzung.

Scania Fleet Management System Hova, Sweden Photo: Peggy Bergman 2013

Unsere Kunden erkennen zunehmend, was bei einer Vernetzung hinsichtlich verbesserter Fahrzeugleistung und damit verbundener Kostenreduzierung möglich ist. Das Interesse daran wächst parallel zur Ausweitung des Serviceangebots – auch unter Bus- und LW-Fahrern», erklärt Mattias Lundholm, Chef von Scania Connected Services und Solutions.

Scania begann kurz nach der Jahrtausendwende, als die ersten Fleet Management Services auf den Markt kamen, in Vernetzungssysteme zu investieren. Damals ging es um Daten, die das elektronische Managementsystem hinsichtlich des Treibstoffverbrauchs und der Fahrzeugabnutzung erfasst hatte.

Ausserdem konnte es analysieren, wie ein Chauffeur die Gangschaltung und die Bremse bediente und in welchem Geschwindigkeitsbereich er fuhr. Diese Datensammlung diente als Grundlage für das Scania-Fahrertraining, das später mit dem Scania-Fahrer-Coaching ergänzt wurde. Beide bilden heute die Kernelemente im «Ecolution by Scania»-Konzept.

Durch die Nutzung von «Ecolution by Scania» kann ein Transportunternehmen bei Fahrzeugen im Fernverkehr, die über 200 000 km pro Jahr zurücklegen, 10 bis 15 Prozent Treibstoff bzw. mehr als 10 000 Franken pro Fahrzeug einsparen.

Scanias Servicewerkstätten haben begonnen, mithilfe der Vernetzungstechnologie die Fahrzeugdaten in Ferndiagnose zu analysieren, um bei geplanten Werkstattaufenthalten Zeit einzusparen und Notdienst für Fahrzeuge unterwegs zu leisten.

Jährlich kann durch «Ecolution by Scania» pro Lkw viel Treibstoff eingespart werden.
Jährlich kann durch «Ecolution by Scania» pro Lkw viel Treibstoff eingespart werden.

Der nächste Entwicklungsschritt in der Kommunikation mit dem Fahrzeug liegt beim Service und bei der Wartung. Anders als normalerweise in der Transportindustrie, wo es hauptsächlich um die gefahrenen Kilometer geht, wird bei Scania auch die individuelle Nutzung des Fahrzeugs und der Fahrstil berücksichtigt.

Für Scania ist die Entwicklung von elektronischen Kontrollsystemen ein Kerngeschäft, wobei die gesammelten Informationen der vernetzten Fahrzeuge als strategisches Gut angesehen werden. Ende 2014 wurde die «Scania Watch» eingeführt. Es handelt sich um das erste tragbare Gerät in der LW- Branche: eine Armbanduhr, über die der Fahrer nicht nur Fahrzeugdaten abrufen kann, sondern auch Informationen über Fahr- und Ruhezeiten und seinen physischen Zustand empfangen kann. «Zukünftig werden Transportunternehmen und Chauffeure nur noch zwei Tasten drücken – die eine, um das Handy oder Tablet zu entsperren und die andere mit dem Scania-Symbol –, um etwas zu bestellen, sei dies Zeit in der Werkstatt oder einen anderen Service beim nächsten Stopp oder sogar etwas zu essen», schliesst Lundholm.