TECHNO CLASSICA: AUSZEICHNUNGEN FÜR SCHWEIZER HÄNDLER

Beim Concours d'Elégance der Techno-Classica in Essen sind gleich zwei Schweizer Händler mehrfach ausgezeichnet worden. Der Titel «Best of Show» blieb aber in Deutschland.

Beim Concours gab es über 30 Pokalübergaben. Eine 17-köpfige Medienjury vergab neben der FIVA-Jury noch die «Best of Show»-Preise in den Segmenten Cabriolets, Limousinen sowie Coupés.

Wie im vergangenen Jahr amtierten im Rahmen des Schönheitswettbewerbs der weltgrössten Klassikmesse gleich zwei Jurys: eine hochdotierte Expertenjury der Fédération Internationale des Véhicules Anciens (FIVA), dem Weltverband der Oldtimerclubs, sowie ein Gremium bestehend aus internationalen Fachjournalisten – mit dabei war auch die Automobil Revue. Während die FIVA-Jury in insgesamt 7 Kategorien ihre Urteile abgaben, und den Titel «Best of Show» vergaben, urteilte die aus 17 Personen bestehende Medienjury im Rahmen der «Media Awards 2016» über drei Kategorien hinweg und vergab noch ihre «Best of Show»-Preise in den Segmenten Cabriolets, Limousinen sowie Coupés.

Nach all den Pokalübergaben, insgesamt waren es über 30, am meisten freuen durfte sich das Team des deutschen Händlers Axel Schuette Fine Cars GmbH & Co. KG aus Oerlinghausen. Die Axel-Schuette-Mitarbeiterin Daniela Beckmeier durfte den wichtigsten Pokal «Best of Show» entgegennehmen, den die FIVA-Juroren für einen eleganten wie sportiven Ferrari 250 GT SWB Berlinetta von 1961 verliehen hatten. Schon im Vorjahr war der Betrieb aus Nordrhein-Westfalen mit der gleichen Ehrung bedacht worden, damals war es ein Ferrari 250 GT Pininfarina Cabriolet Serie 1 von 1957, der den Gesamtsieg für Axel Schuette davongetragen hatte.

Ausgezeichnete Italiener

Das Siegerauto dieses Jahres ist ein äusserst seltener Ferrari, von diesem 250 GT SWB mit Stahlkarosserie waren nur 93 Einheiten gebaut worden. Die Erstauslieferung war innerhalb von Italien erfolgt. Dabei handelt es sich um eines der späteren Fahrzeuge der Auflage, die bereits mit Scheibenbremsen ausgerüstet waren. Die Bremsen dieser Fahrzeuge wurden über seitliche Lüftungsschlitze gekühlt. Der Wagen wurde 2005 durch Ferrari Classiche zertifiziert und in der Zeit 2009/2010 ebenfalls bei Ferrari Classiche einer Werksrestaurierung unterzogen.

Auch der Schweizer Händler Lukas Hüni AG aus Zürich konnte beim Concours d’Elégance der Techno-Classica in Essen mit italienischen Fabrikaten brillieren. So verdiente sich ein Lancia Astura Serie III von Hüni aus dem Jahre 1934 die «Best of Show»-Auszeichnung beim Media-Award in der Kategorie Limousine. Doch damit nicht genug, denn ebenfalls mit einem Italiener konnte sich die Lukas Hüni AG auf dem zweiten Platz der FIVA-Kategorie «D – Post Vintage» (Baujahre 1931 bis 1945) platzieren. Diesen Pokal konnten die Zürcher für einen Alfa Romeo Tipo B von 1935 entgegennehmen. Nicht nachstehen mochte da mit Lutziger Classic Cars aus Bergdietikon ein weiterer Schweizer Betrieb. Die Aargauer schwangen mit einem Lancia Stratos Gruppe 4 von 1974 in der FIVA-Kategorie «G» (Baujahre 1971 bis 1985) gleich oben aus.

 

Weitere Pokale in die Schweiz

Die schönen Erfolge für Schweizer Klassik-Handelsbetriebe, an der diesjährigen Techno-Classica sind nicht weniger als über 1250 Aussteller aus über 30 Nationen – und auch dieses Jahr dürften wieder mehr als 2500 Sammlerfahrzeuge präsentiert sowie zumeist auch zum Verkauf angeboten werden – sind damit aber noch nicht komplett. Denn die Lukas Hüni AG holte sich in der FIVA-Kategorie «C – Vintage» (Baujahre 1919 bis 1930) mit einem Mercedes-Benz S-Typ Saoutchik Roadster von 1928 ebenfalls Platz 1.

Diese Auszeichnung ist speziell erwähnenswert, weil zum einen diese Autos äusserst selten sind, zum andern war aber dennoch ein Schwestermodell ebenfalls auf der Techno-Classica vertreten – bei Axel Schuette. Die Freude bei den zahlreichen Schweizern in Essen, wohl auch unter den rund 190’000 Besucherinnen und Besuchern der grössten Klassikmesse der Welt dürften sich viele Schweizer/-innen befunden haben, komplettierte schliesslich ein dritter Rang von Lutziger Classic Cars. Diese Klassierung in der FIVA-Kategorie «C – Vintage» (Baujahre 1919 bis 1930) gewannen die Aargauer mit einem Amilcar 6C von 1927 – ein französisches Fabrikat.