DIE NEUEN REKRUTEN DER SCHWEIZER ARMEE

Der Fahrzeugpark unserer Armee umfasst 15 600 aktive Radfahrzeuge und wird laufend erneuert. Wir haben hier die wichtigsten Neuerungen zusammengefasst, was die wenigen Neuheiten und die vielen «Altgedienten» anbelangt, die noch viele Jahre Dienst vor sich haben.

IVECO TRAKKER 360, hier in der Version 4×4, gab 2014 sein Debüt in der Schweizer Armee. Er kann dank seines Diesel-Sechszylinders und 360 PS bis zu 5,5 Tonnen Material auf Strassen und im Gelände transportieren. Die Beschaffung lautete anlässlich des Rüstungsprogramms 2010 auf 250 Einheiten, ihre Auslieferung lief 2014 an.

MOWAG/BUCHER DURO I

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© VBS/DDPS

Mit 3000 Einheiten ist der Duro I eines der meistverbreiteten Fahrzeuge des eidgenössichen Militärs. Neu ist er nicht mehr, denn sein Dienstantritt geht auf 1994 zurück. Er wurde mit einem Fokus auf das Wesentliche von Anfang an auf Funktionalität und Zuverlässigkeit hin ausgelegt. Technisch basiert er auf einem 6-Zylinder Diesel mit 150 PS und 320 Nm Maximaldrehmoment, und er kann bis zu 22 Personen mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h befördern. Die Stärken des Duro liegen vor allem in seiner Geländetauglichkeit, seinen relativ kompakten Ausmassen (6,03 m Länge und 1,96 m Breite) sowie seiner Zuladung von 2200 kg. Der 1994 in die Armee aufgenommene Truppentransporter ist dermassen überzeugend, dass er sich für eine Rundumerneuerung qualifiziert hat und nach der Sanierung einer Dienstverlängerung bis 2040 entgegenblicken darf. Das Programm ist allerdings nicht unumstritten.

MOWAG DURO IIIP

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© VBS/DDPS

Das GMTF (Geschütztes Mannschaftstransportfahrzeug) wurde auf einer Weiterentwicklung des Duro I aufgebaut und Duro IIIP getauft. Der 6×6 befördert 11 Soldaten ( 2 in der Fahrerkabine) und bringt ein Leergewicht von 12 Tonnen auf die Waage. Für die einigermassen dynamische Fortbewegung braucht er jedes seiner 250 PS vom 6,7-L Turbodiesel, und vor allem sein mächtiges Drehmoment von 925 Nm. Die Ausstattung umfasst ein ferngesteuertes 12,7 mm-Geschütz und acht Nebelwerfer. Der Dienstantritt für die letzten der 130 GMTF erfolgt 2017.

MERCEDES G-KLASSE (FÜR FACHSYSTEME)

© VBS/DDPS
© VBS/DDPS

Er ist noch nicht einmal im Dienst, aber die Modifikationen am Mercedes G gehen schon los. Hier die Version, die dank des hinteren Kastenaufbaus Fachsysteme aufnehmen wird. Um einige Kosten einzusparen, werden viele der Systeme (zum Beispiel Funkanlagen) vom alten Steyr-Daimler-Puch 230 GE übernommen. Von der Technik her handelt es sich um den gleichen 3-L V6 Diesel mit 184 PS und 400 Nm wie beim normalen G. Die Armee wird zwischen 2017 und 2022 879 Einheiten in den Dienst stellen.

MERCEDES SPRINTER

Mercedes hat eindeutig einen Fuss in der Türe der Armee. Neben der G-Klasse büdgetierte das VBS (Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport) in den Rüstungsprogrammen 2010 und 2013 auch den Sprinter 4×4 Kombi und Sprinter mit Brücke und Blache mit einfacher sowie mit Doppelkabine. Der seit 2012 eingesetzte Kombi kann 10 Personen befördern, die Lieferwagenvarianten lösen mit ihrer Zuladung von 1600 kg die immer grösseren Transportbedürfnisse der Armee.

 

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