AUDI FÄHRT MIT EINEM DUTZEND COUPÉS IM MUSEUM MOBILE EIN

Das Audi museum mobile in Ingoldstadt präsentiert in der Ausstellung „Dynamic Sculptures – Die Tradition von Sportlichkeit und Eleganz bei Audi“ zwölf Coupés von den 1930er Jahren bis heute. Die Sonderschau dauert vom 3. Mai bis zum 18. September. Dabei dreht sich alles um die besondere Karosserie-Form der Coupés und deren Ursprung.

Coupés waren wie geschaffen für Langstreckenrennen: Wie zum Beispiel der DKW Monza von 1956 bei der Mille Miglia in Italien.

Kaum eine andere Karosserie-Form übt eine derart große Faszination auf Liebhaber schöner Autos aus wie das Coupé. Und so ist eine Bauform, die ihre Ursprünge im Kutschenbau hat, schnell zum Inbegriff von Eleganz und gutem Automobildesign geworden. Zu Beginn seiner Entwicklung nannte sich diese Art des Wagenbaus „Les Désobligeantes“ (die Ungefälligen). Durch „Abschneiden“ (französisch: couper/ coupé) wurden dann aus viersitzigen Kutschen zweisitzige. Die gleich­zeitig verbaute, hochwertige Innenausstattung machten das Coupé in der Folge­zeit zum Lieblings­gefährt der Hautevolée in Europas Metropolen.

In den 1930er Jahren, mit den ersten Versuchen im Stromlinien-Design, begann sich die nach hinten und unten geschwungene Dachform zu etablieren. Die heute gel­tende Definition für Coupés kristallisierte sich jedoch erst allmählich heraus: ein kurzes abgeflachtes Dach, getragen von zwei Säulen mit zwei Sitzen im Innenraum. Ihre Blütezeit erlebten die Coupés in den 1950er und 1960er Jahren. Dies war ent­scheidend inspiriert von damaligen Langstrecken-Rennen wie Mille Miglia, Targa Florio, Lüttich-Rom-Lüttich oder die „2.000 Kilometer durch Deutschland“, die für Coupés wie geschaffen waren. Es war Coupé-typisch, ein schönes Äußeres mit bester Technik auszustatten.

Eine Replika des Horch 853 Coupés „Manuela“. Die Auto Union ließ diesen Luxuswagen 1937 für seinen berühmtesten Rennfahrer, Bernd Rosemeyer, fertigen.
Eine Replika des Horch 853 Coupés „Manuela“. Die Auto Union ließ diesen Luxuswagen 1937 für seinen berühmtesten Rennfahrer, Bernd Rosemeyer, fertigen.

Wie haben sich die Coupés über die Zeit entwickelt? Und wie wird das Coupé der Zukunft aussehen? Auf diese Fragen gibt die neue Sonderausstellung „Dynamic Sculptures – Die Tradition von Sportlichkeit und Eleganz bei Audi“ Antworten.

Insgesamt zwölf Coupés aus der Audi-Geschichte erwarten die Besucher der Sonder­schau. Ein besonderes Highlight eine Replika der „Manuela“, einem einmaligen Coupé des Horch 853. Dieser Wagen wurde 1937 speziell für Bernd Rosemeyer gefertigt. Der damals erfolgreichste und populärste Grand Prix-Rennfahrer der Auto Union hatte dieses Luxus-Automobil geliebt – unzählige Fotos zeugen bis heute davon. Dies und die Tatsache, dass der Motorsport-Star nur wenige Monate nach dem Erhalt des Autos bei einem Weltrekordversuch zu Tode kam, verklärten die Horch „Manuela“ zum Mythos. Das Original gilt seit dem Zweiten Weltkrieg als verschol­len.

Das erste Audi Coupé nach dem Zweiten Weltkrieg: Im Jahre 1970 kam das Audi 100 Coupé S auf den Markt.
Das erste Audi Coupé nach dem Zweiten Weltkrieg: Im Jahre 1970 kam das Audi 100 Coupé S auf den Markt.

Für die 1950er Jahre stehen weitere Preziosen der Unternehmensgeschichte: ein seltenes DKW Meisterklasse-Coupé der Karosseriebau-Firma Hebmüller, ein DKW Monza (1956), der Auto Union 1000 Sp (1958) sowie ein NSU Sport Prinz 1959. Ebenfalls Teil der Ausstellung ist das erste Audi-Coupé nach dem Zweiten Weltkrieg, der Audi 100 Coupé S von 1970. Für die Rückkehr der Vier Ringe in das Premium-Segment stehen der Audi Coupé GT (1980), der Audi quattro (1981), der Audi Sport quattro (1983) und das Audi Coupé von 1988. Außerdem ist die Stil-Ikone Audi TT in ihrer ersten Ausgabe von 1998 zu sehen. Den Weg in die Gegenwart zeichnet der Audi A5 von 2007.

PA/AR