ZWEITE SCHWEIZER GARDE BRILLIERT

Beim Moto2-GP in Jerez werden Tom Lüthi Sechster und Dominique Aegerter Achter. Punkte gibt es auch für Jesko Raffin (14.) und Robin Mulhauser (15.).

Der 19-jährige Zürcher Jesko Raffin wurde 14., womit er sich in seinem 25. GP erstmals in den Punkten klassierte.

Tom Lüthi war beim GP von Spanien von Position fünf gut gestartet. Der Emmentaler bog als Vierter in die erste Rechtskurve ein. Doch beim Beschleunigen rutschte ihm in der Folge das Hinterrad weg. Allein mit Glück und Können konnte der 29-Jährige den Highsider abfangen und das Rennen fortsetzen. Durch diesen Zwischenfall war Lüthi allerdings auf die elfte Position durchgereicht worden. Dominique Aegerter seinerseits vermocht sich in der ersten Runde um fünf Positionen auf den 13. Platz zu verbessern. Zur Rennhälfte lagen Lüthi und Aegerter auf den Positionen sieben und neun, mit rund zehn Sekunden Rückstand auf den zu diesem Zeitpunkt führenden Briten Sam Lowes. Alle Positionsverbesserungen des Schweizer Duos ergaben sich allerdings aufgrund von Stürzen. Weil gegen Ende des Rennens auch noch der Italiener Baldassarri umfiel, überquerte Lüthi die Ziellinie schliesslich als Sechster und Aegerter als Achter.

Jesko Raffin: «Ich bin überglücklich, die ersten WM-Punkte eingefahren zu haben»
Jesko Raffin: «Ich bin überglücklich, die ersten WM-Punkte eingefahren zu haben»

Probleme besiegt

Bom Sturzfestival auf dem Circuit in Andalusien profitieren auch die zwei anderen Schweizer im Moto2-Feld. Der 19-jährige Zürcher Jesko Raffin wurde 14., womit er sich in seinem 25. GP erstmals in den Punkten klassierte. «Ich bin überglücklich, die ersten WM-Punkte eingefahren zu haben», sagte Raffin. Das Rennen sei nicht schlecht gewesen, hätte jedoch noch besser laufen können. «Anfangs konnte ich gut mithalten und Rang elf lag in Reichweite. Doch vom Start weg hat sich der Hinterreifen auf der Felge gedreht, was zu immer schlimmeren Chattering führte. Sogar auf den Geraden hatte ich starke Vibrationen. Von dem her war es unmöglich meine Pace zu halten.» Mit dem Freiburger Robin Mulhauser (15.) vermochte auch der vierte Schweizer Moto2-Fahrer zu punkten. «Nach einem schlechten Start hatte ich Mühe, mich vorzuarbeiten», so Mulhauser. Schliesslich habe er aber einen guten Rhythmus gefunden und sogar die Gruppe, die um Rang fünf kämpfte, in Sichtweite gehabt. «Aber ich habe es leider nicht geschafft, aufzuschliessen.

Überlegener Lowes

Der Sieg ging überlegen an Sam Lowes. Der 25-jährige Engländer gewann zum zweiten Mal in seiner GP-Karriere; erstmals in dieser Saison. Der Deutsche Jonas Folger wurde mit 2,5 Sekunden Rückstand Zweiter, der Spanier Alex Rins Dritter. In der WM-Wertung führt Lowes nach 4 von 18 Saisonrennen mit zehn Punkten Vorsprung vor dem Spanier Alex Rins (72:62). Lüthi (53) liegt mit nun bereits 19 Punkten Rückstand nach wie vor auf dem 4. Rang, Aegerter (43) fiel um eine Position auf den 6. Platz zurück.

Mit dem Freiburger Robin Mulhauser (15.) vermochte auch der vierte Schweizer Moto2-Fahrer zu punkten.
Mit dem Freiburger Robin Mulhauser (15.) vermochte auch der vierte Schweizer Moto2-Fahrer zu punkten.

Rossi «deponiert» den Rest

Valentino Rossi hat seine härtesten MotoGP-Konkurrenten Jorge Lorenzo und Marc Marquez in deren Heimat deutlich in die Schranken gewiesen. Der 37-jährige Italiener gewann erstmals wieder seit 2009 den Grand Prix von Spanien in Jerez. Sein Vorsprung auf Yamaha-Teamkollege Lorenzo betrug 2,4 Sekunden. Marquez (Honda) lag als Dritter über sieben Sekunden zurück. Der von der Pole-Position gestartete Rossi feierte seinen 113. GP-Sieg, den 87. in der Königsklasse und den ersten in dieser Saison. Lorenzo seinerseits klassierte sich zum 100. Mal in seiner Karriere in der MotoGP-Kategorie in den Top 3. In der WM-Wertung führt Marquez mit 17 Punkten Vorsprung vor Titelverteidiger Lorenzo (82:65). Der neunfache Weltmeister Rossi ist mit 58 Punkten Dritter.