CABRIO WARTET MIT V-8 POWER AUF

Neu designter Front- und Heckbereich sowie markante Radhäuser und Seitenschweller zeichnen den AMG aus.

Limousine, Coupé und T-Modell (Kombi) der C-Klasse von Mercedes-Benz haben ihn schon unter der Fronthaube, und jetzt spendiert die Performance-Schmiede AMG den 4.0-V8 Biturbo auch dem neuen Cabrio. Zur Wahl stehen wie bei den anderen AMG-Modellen der C-Klasse die beiden Leistungsstufen 350 kW (476 PS) und 375 kW (510 PS) im C63 S, die mit einem Drehmoment-Bestwert von 650 bzw. 700 Nm zwischen 1750 und 4500/min aufwarten. Komplettiert wird die Antriebseinheit durch die 7-Gang-Automatik Speedshift MCT, die sich auch über Lenkradwippen manuell ausreizen lässt. Motor- und Getriebeapplikationen sind überdies auf schnelle Gangwechsel getrimmt.

Hinterradantrieb mit Sperrdiff

Entsprechend gibt AMG für das leer rund 1910 kg wiegende Cabrio eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 4,1/4,2 s an, und die Höchstgeschwindigkeit wird elektronisch auf 250 km/h begrenzt. Mit einem speziellen Package kann die Spitze aber auf 280 km/h erhöht werden. Der Verbrauch beider Versionen wird im EU-Mix mit 9,1 L/100 km angegeben, und die CO-Emission liegt bei 208 g/km. Damit hat AMG jetzt ein Offen-Duo im Portfolio: Anfang März wurde am Genfer Autosalon die Version C43 mit 3.0-V6 Biturbo vorgestellt, der 270 kW (367 PS) an alle Räder abgibt (4Matic), allerdings mit heckbetonter Momentenverteilung von 31 zu 69 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse. Im Unterschied dazu wartet der C63 mit Hinterradantrieb und integriertem Sperrdifferenzial auf, das beim Modell S elektronisch gesteuert wird. Damit unterstreicht AMG die auch der Offenversion C63 zugedachte Rolle des Topsportlers. Für diese Kombination aus Cabrio mit mehrlagigem Stoffverdeck und Hochleistungs-Antriebseinheit besteht genug Nachfrage, geben sich die Affalterbacher überzeugt.

Die 7-Gang-Automatik Speedshift lässt sich auch durch Lenkradwippen steuern.

Hohe Agilität

Auf die Leistung abgestimmt ist das Fahrwerk mit verbreiteter Spur, hochpräziser Radführung an beiden Achsen sowie dem Ride-Control-System mit adaptiver Verstelldämpfung. Letztere eröffnet dem Fahrer die Wahl zwischen den Stufen Comfort, Sport und Sport Plus, und darauf abgestimmt sind auch die Select-Fahrprogramme. Diese lassen sich wie auch die Dämpfer über separate Schalter in die erwünschte Wirkungsweise bringen. Die S-Version bietet zusätzlich die für schnelle Runden auf einer Rennstrecke ausgelegte Stufe Race. In ihrer Wirkung auf die Fahrprogramme abgestimmt ist die direkt und präzise ansprechende elektromechanische Servolenkung. Eine effiziente Verzögerung verspricht die Bremsanlage mit 360 mm grossen, gelochten und innenbelüfteten Scheiben an allen Rädern, und das ESP ist dreistufig verstellbar. Abgerundet wird der Fahrwerksbereich durch Aluräder im Speichendesign mit vorne und hinten aufgezogenen Reifen unterschiedlicher Dimensionen.

Das Ride-Control-System gibt dem Fahrer die Möglichkeit die Dämpfung zwischen verschiedenen Stufen (Comfort, Sport und Sport Plus) auszuwählen.

Sportlich durchgestylt

Das Erscheinungsbild der AMG-Cabrios wird geprägt durch den neu designten Front- und Heckbereich sowie durch markante Radhäuser und Seitenschweller. Selbstverständlich lässt sich das automatische Stoffdach bis 50 km/h auch während der Fahrt betätigen. Das geöffnete Verdeck reduziert das Laderaumvolumen um 100 auf immer noch beachtliche 260 Liter. Parallel zum Outfit vermittelt auch das Interieur sportlich-dynamisches Ambiente. Der in lederartigem Artico schwarz mit Kontrastnähten ausgeführte Instrumententräger, die Rundinstrumente mit Zifferblättern in Carbon-Optik, das Lederlenkrad und körpergerecht ausgeformte Sportsitze sind dazu einige Stichworte. Im übrigen wartet das Premiummodell mit umfassender Serienausstattung auf, und Individualisierungswünsche lassen sich via Optionenliste erfüllen. Erwähnt seien die Keramik-Verbundbremsen, Carbonpakete fürs Exterieur, Performancesitze vorne und Zierelemente aus Carbon, Alu oder Glasfaserverbund. Die Preise sind noch nicht festgelegt, dürften aber um einiges höher ausfallen als beim AMG-Coupé, das ab rund Fr. 97 000.- angeboten wird.

Ein feineres Gespür für das Fahrfeeling erhält man im Trailer von Mercedes:

Dieter Ammann