DER «REGENGOTT» JUBELT WIEDER

Nach Bière holt sich der Oberländer Marcel Maurer beim Slalom in Saanen bereits seinen zweiten Tagessieg. Ein grosser Triumph für den 27-Jährigen aus Längenbühl.

Wir haben toll gefeiert und waren erst am Sonntag wieder zuhause», blickt Marcel Maurer auf seinen grandiosen Tagessieg beim Salom in Saanen zurück. Der gelernte Dachdecker aus Längenbühl hatte heuer bereits das Auftaktrennen zur Slalom-Mesiterschaft in Bière für sich entschieden. Damals produzierte Phlip Egli, einer seiner Hauuptgegner, einen Schnitzer. «Diesmal war es wirklich ein Duell auf Augenhöhe.» Deshalb — und auch weil das Rennen nur unweit von seinem Zuhause stattfand — ist der Sieg für Maurer «höher einzuschätzen, als jener in Bière».

Erstmals vor Egli

Erstmals überhaupt war Marcel Maurer in Sannen auf trockener Strecke schneller als Egli. «Aber eben, das war im Training», relativiert er. Die beiden Rennläufe fanden dann auf dem Nassen statt. «Dass ich im Regen immer eine Chance habe zu gewinnen, weiss ich», so Maurer. In der Tat: in Bière hätte es schon eines Motorbootes bedurft, um ihn zu schlagen. Als der Rest des Feldes im zweiten Lauf nicht mehr unter die 3-Minuten-Grenze kam, fuhr Maurer noch eine 2:50er-Zeit. In Saanen freilich hätte ihm das wechselhafte Wetter beinahe noch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die vorher startenden Interswiss-Autos hatten nämlich noch trockenen Untergrund. «Ich dachte schon: ‹das wars dann mit dem Tagessieg›. Umso cooler, dass ich mich trotzdem noch zuvorderst klassieren konnte.» Stephan Burri (Milken) und Sylvain Chariatte (Mormont) platzierten sich in ihrem Polo respektive Golf ausgezeichnet auf den Rängen drei und vier im Gesamtklassement.

«Es läuft richtig super in dieser Saison», resümiert Marcel Maurer.
«Es läuft richtig super in dieser Saison», resümiert Marcel Maurer.

Super unterwegs

«Es läuft richtig super in dieser Saison», resümiert Marcel Maurer. In der Meisteschaftswertung liegt der 27-Jährige aus dem Amtsbezirk Thun hinter Martin Bürki und Danny Krieg auf dem 3. Rang. Folglich werde er sich vorderhand auf die Slalom-Meisterschaft konzentrieriern und die gleichzeitig stattfindenden Bergrennen aussen vor lassen. Man weiss ja nie, was noch alles Gutes passiert. Das war ja schon sehr viel davon dabei. «Mein erster Tagessieg war eines meiner Saisonziele — das habe ich nun erreicht.» Seit Pfingsten sogar schon doppelt und sechs Rennen sind ja noch ausstehen. Seine Erfolge führt Marcel Mauer auch darauf zurück, «dass ich mit dem Auto je länger desto vertrauter werde und spüre, was geht und was nicht mehr». Seinen Zweiliter-Renault-Formel Tatuus fährt der bei Hänni Möbel in Uetendorf angestellte Berner heuer in seiner zweiten Saison. Warum sollte der «Regengott» also nicht schon bald — vielleicht schon beim nächsten Rennen am 4. Juni in Bure — den ersten Tagessieg auf dem Trockenen feiern?