«PEKING TO PARIS» 2016 – DAS GRÖSSTE AUTOMOBILE ABENTEUER

Am Sonntag, 12. Juni 2016, wurde bei der Grossen Mauer in der Nähe von Peking zur 6. «Motor Challenge Peking to Paris» gestartet. Die Ziellinie der Fernfahrt soll am Sonntag, 17. Juli, in Paris auf der Place Vendôme überquert werden.

Vom 12. Juni - 17. Juli findet dieses Jahr die Rallye "Peking to Paris" statt. Alle Autos müssen ihrer Zeitepoche entsprechend hergerichtet sein.

Das Abenteuer in der Hauptstadt der Volksrepublik China angetreten haben insgesamt 107 Autos, darunter mit der Nummer 71 in einem Volvo PV544 von 1967 auch die Schweizer Arno und Philipp Schenk aus dem Kanton Zürich. Sie werden die Leser/-innen der «Automobil Revue» exklusiv an ihrer grossen Fahrt teilhaben lassen und in regelmässigen Blogeinträgen in Text und Bild berichterstatten.

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Philipp und Arno Schenk aus dem Kanton Zürich lassen uns an ihrem Abenteuer vom Peking nach Paris teilhaben.

Vater und Sohn Schenk werden wie die anderen Teilnehmer von Peking aus im wohl abenteuerlichsten Abschnitt der Fernfahrt die Mongolei erkunden, danach wird Russland durchquert, bis man dann über Weissrussland, Polen, der Slovakei, Ungarn und Slowenien in Italien ankommt. Dann macht «Peking to Paris» am 14. und 15. Juli noch Halt in der Schweiz (in St. Moritz bzw. Lausanne), bis man via Reims fahrend am 17. Juli in Paris ankommt. Die gefahrene Distanz wird bis in Ziel insgesamt 13 695 Kilometer (8510 Meilen) betragen.

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Mitunter können für Mensch und Maschine die Verhältnisse unterwegs extrem sein.
Die teilnehmenden Autos sind in zwei Alterskategorien unterteilt: die Vintage-Kategorie mit Jahrgang vor 1941 und die Classic-Kategorie für die neueren Modelle bis Jahrgang 1975. Das älteste Fahrzeug ist ein American La France von 1915 mit einem 14 500 cm3 Motor, gefahren von einer Besatzung aus den USA. Alle Autos haben ihrer Zeitepoche entsprechend hergerichtet zu sein. Ferner müssen sie über die maximal mögliche Bodenfreiheit verfügen und auch mit niederoktanigem Benzin betrieben werden können. Empfohlen werden Unterbodenschutz mit einem Unterfahrschutz, Tankschutzbügel und Schutzplatten auf technischen Installationen wie Brems- oder Benzinleitungen.

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Das Rennen erfuhr in seiner Geschichte mehrere Streckenänderungen. 2007, als das Rennen sein 100-Jahre-Jubiläum feierte, wurde beschlossen, die ursprüngliche Route wieder zu fahren.
Die Teilnehmer schlafen selbst bei den rauen Witterungsbedingungen in der Mongolei im Zelt, es wird aber wenigstens am Abend eine Verpflegung mit warmen Speisen organisiert. Auch gibt es Camps mit Toiletten und Duschen. Ein Service, den die Teilnehmenden der Erstauflage von «Peking to Paris» im Jahre 1907 gewiss nicht geniessen konnten. Zu dieser Fernfahrt waren von 40 gemeldeten Besatzungen am 10. Juni 1907 letztendlich nur deren fünf aufgebrochen, und nur zwei hatten das Ziel in Paris effektiv erreicht. Der Sieger – der italienische Fürst Scipione Borghese, begleitet durch seinen Mechaniker und Chauffeur Ettore Guizzardi sowie den Reporter Luigi Barzini vom Corriere della Sera – fuhr am 10. August 1907 in Paris ein. Borgheses Fahrzeug war ein Itala mit 7433 cm³ Hubraum und 45 PS. Der Zweitplatzierte hatte damals übrigens einen Rückstand von 20 Tagen.

Nach dieser erstmaligen Austragung wurde die Fernfahrt «Peking to Paris» eingestellt, bis das Rennen im Jahr 1997 wieder aufgenommen wurde, jedoch mit veränderter Strecke über den Süden Tibets. Erst 2007, als das Rennen sein 100-Jahre-Jubiläum feierte, wurde beschlossen, die ursprüngliche Route wieder zu fahren.