AUF DER PISTE MIT UNSEREN LESERN

Speed, Leidenschaft, Emotionen … Gewinner/innen des AR-/Honda-Wettbewerbs auf dem Rundkurs von Le Castellet.

Redatkor Gilles Rossel am Steuer zeigt wie es geht.

Es war nur ein Katzensprung vom heimischen Sofa – natürlich mit der Automobil Revue in Händen – zum vibrierenden Rhythmus einer sagenumwobenen Rennstrecke. Nachdem unsere Leser/innen – allesamt Gewinner/innen des gemeinsam mit Honda Suisse am Wochenende vom 20./21. August organisierten Wettbewerbs – am Steuer des neuen Honda Civic Type R auf dem Asphalt des Circuit Paul Richard ihre Runden gedreht hatten, wussten sie einiges zu berichten. Das Strahlen auf ihren Gesichtern sprach Bände …
Als treue Leser/innen der Automobil Revue und der Revue Automobile konnten die glücklichen Gewinner/innen ihrer Leidenschaft unter der Aufsicht von kompetenten Instruktoren frönen, während sie gleichzeitig die Wonnen des französischen Südens genossen. Vom ersten Entdecken der Rennstrecke von Le Castellet – keine/r von ihnen war dort bisher gefahren – bis zum Glücksgefühl am Steuer des radikalen Kompaktsportwagens, haben Pierre Tinguely mit seiner Tochter Alexia, Ernst Grogg mit seiner Begleiterin Beatrice Marti sowie Martin Kradolfer eine umfassend positive Bilanz des begeisternden Events gezogen.

Glücksgefühle satt
«Ich konnte schon lange nicht mehr so schnell fahren», freut sich Ernst Grogg. Der 66-jährige Garagist, seit 40 Jahren Abonnent bei uns, hat die Vorteile eines Fahrtrainings unter definierten Bedingungen genossen, genau wie auch Martin Kradolfer (48): «Die Anwesenheit von Instruktoren war ein grosser Vorteil. Ich war schon auf einigen Rennstrecken, aber diese hier ist sehr knifflig. Zum Glück war der Experte dabei.» Als erfahrener Berg- und Slalom-Rennfahrer am Steuer eines Opel Kadett stimmte Pierre Tinguely (51) zu: «Dies ist eine technische Piste, auf welcher man nicht sofort schnell fahren kann. Man muss geduldig in jedem Abschnitt nach dem passenden Rhythmus suchen. Ich habe mich voll auf die Ratschläge des Instruktors konzentriert. Dies ging soweit, dass ich kaum mehr dazu kam, das Auto zu beurteilen! Im Ernst: Der Wagen fährt sich problemlos und verzeiht viel, während er gleichzeitig ein Maximum an Fahrspass vermittelt.»
Seine Tochter Alexia hat noch keinen Führerschein, obwohl sie dies mit 18 Jahren bald in Angriff nehmen will. Nach einer Runde im Civic Type R wars ihr klar: «Den will ich haben! Er ist genial, das Interieur ist hochkarätig, und die Sitze sind einfach perfekt …» – «Möchtest du nicht lieber meinen Integra? Der läuft fast genauso gut», erwiderte der Papa, welcher sich den Japaner vor ein paar Monaten gegönnt hatte, weil er von den Leistungsdaten und der Zuverlässigkeit des 1998-er Coupés begeistert war. Auch für Beatrice Marti war die Überraschung nach einer Passagierfahrt im Civic Type R riesig: «Unglaublich! Ich hätte nie erwartet, dass dieses Auto so schnell ist», entfuhr es der 54-jährigen Sachbearbeiterin. «Normalerweise mag sie hohe Geschwindigkeiten ja überhaupt nicht», amüsierte sich Ernst Grogg. «Ich war positiv überrascht über die Wirksamkeit der Bremsen und der Semi-Slicks», gab Martin Kradolfer zu.

 

Ein Hoch auf die Rennstrecken
Die Rennwagen haben gut funktioniert, aber wie stehts um die gewonnenen Erfahrungen? «Mir wurde wieder bewusst, wie wichtig es ist, vorausschauend zu fahren, statt nur vor die eigene Motorhaube zu starren», gibt sich Ernst Grogg selbstkritisch. «Auf der Strasse ist dies unerlässlich.» Für Martin Kradolfer ist der Nutzen eines Rennstrecken-Trainings zur Verbesserung der Sicherheit auf der Strasse offensichtlich: «Hier gehts nicht nur ums Rundenbrettern, sondern darum, sein Fahrkönnen zu perfektionieren, während man gleichzeitig auch noch so richtig schön Dampf ablassen kann.»
Nach dem Verkauf einiger Nissan GT-R und 370Z ist Ernst Grogg überzeugt, dass eine Rennstrecke in der Schweiz seinen Kunden erlauben würde, das Poten­zial ihres neuen Wagens risikofrei auszuloten. «Junge Leute, welche ihren Sportwagen ausfahren möchten, kommen nicht umhin, ins Ausland zu gehen. Und die wenigen Raser, die auf den Strassen grosse Risiken eingehen, bringen dann alle anderen in Verruf …» Für Pierre Tinguely ist klar: «Auf einer Rennstrecke zu fahren wird immer günstiger zu stehen kommen als ein Ausweisentzug oder ein Unfall. Es ist dringend nötig, das schweizerische Verbot von Rundstreckenrennen aufzuheben und dies gegenüber unserer Regierung tagtäglich zu betonen, wenn nötig!»