MASSEN-STROMER

Auch Opel will das Feld der Elektroautos nicht der Konkurrenz überlassen. In Paris präsentiert man den Ampera-e.

Mit dem Ampera-e beziehungsweise dem baugleichen Chevrolet Bolt, attacktiert GM Teslas kommendes Volumenfahrzeug, das Modell 3. Nach dem eher schleppend verkauften – und inzwischen auch etwas in die Jahre gekommenen – Opel Ampera, soll der Neue, der technisch mit seinem Namensvetter nichts mehr zu tun hat, für GM den europäischen Markt der Elektrofahrzeuge öffnen. An der «Mondial de l’Automobile» in Paris Ende September wird das Fahrzeug nun offiziell enthüllt.
Die Fahrleistungen, die Opel für den Elektro-Blitz verspricht, können sich im C-Segment durchaus sehen lassen. 3.2 Sekunden benötigt der Ampera-e – zwar nicht bis 100 km/h sondern bloss bis 50 – aber beim Ampelstart im Stadtverkehr kann der Kompakte mit einem Corsa OPC oder auch einem Insignia OPC locker mithalten und auch für den Zwischenspurt von 80 – 120 km/h geben die Rüsselheimer 4.5 Sekunden an. Geschwindigkeitsexzesse sind aber nicht vereinbar mit dem ökologischen Gedanken, weshalb Opel den Ampera-e bei Tempo 150 km/h abriegelt.

Opel Ampera-e
Der elektrische Antriebsstrang, der konventionell vorne unter der Haube platziert ist, liefert eine Leistung von 150 kW (204 PS) und ein Drehmoment aus dem Stand von bis zu 360 Nm. Die Energie dazu liefert eine von LG gefertigte Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 60 kWh. Diese ist im Flur des Fahrzeuges verbaut, was genügend Platz für die Insassen und einen geräumigen Kofferraum ermöglicht. Eine konkrete Reichweite gibt Opel noch nicht an, verspricht aber eine «deutlich grössere Reichweite als die meisten anderen Elektroautos». Was diese vage Formulierung bedeutet, könnte ein Blick auf den amerikanischen Bruder Chevy Bolt offenbaren. Für diesen schätzt General Motors eine Reichweite von 320 km.