EDITORIAL: DIE PERSÖNLICHE MOBILITÄT ALS WICHTIGSTES GUT

Fahren Sie gerne Auto? Schön, ich auch. Gewiss ist dann für Sie das Autofahren wie ebenfalls für mich ein Vergnügen. Doch können Sie sich vorstellen, auf das Auto regelrecht angewiesen zu sein? Gewiss waren Sie dies auch schon, und auch ich bilde da keine Ausnahme. Doch ehrlich: was mich anbetrifft, waren es bislang gewiss nur Einzelfälle, in denen es ohne das Auto nicht ging. Will heissen, dass ein Ziel nur per Auto erreichbar war. Klar, vielleicht war ich einfach nur zu bequem. Ich hätte vielleicht ein Velo mit dem ÖV verladen können, um so die letzten – von Zug und zum Beispiel Postauto nicht erschlossenen – Kilometer zurückzulegen. Natürlich jetzt einmal die Faktoren Zeitbedarf und Flexibilität nicht berücksichtigt.

Doch wohl nicht wenigen unter Ihnen dürfte bekannt sein, vielleicht zählen Sie als ganz treue Leser auch dazu (vielen Dank dafür!), dass es Menschen gibt, die sind auf das Auto «wirklich» angewiesen. Und das ganz sicher nicht aus Bequemlichkeit oder weil man es pressant hat. Sondern weil es selbst in unserem mit dem Öffentlichen Verkehr so vorbildlich erschlossenem Land ohne weiteres vorkommen kann, dass man ohne Auto nicht hingelangt. Zu Fuss? Mit dem Velo? Super Idee, wenn man aus gesundheitlichen Gründen in der persönlichen, sprich der eigenen, Mobilität eingeschränkt ist. Vielleicht kann man ja noch, wenn möglich unter Schmerzen, ein paar Schritte gehen. Wenn überhaupt. Aber mehrere Kilometer? Das ist für viele Menschen schlichtweg unmöglich. Und was ist mit Menschen im Rollstuhl, wie der junge Mann in unserem Bild oben? Sie oder einfach alle anderen Personen mit einem körperlichen Handicap, die mit Hilfe von technischen Installationen ein Auto sicher zu lenken vermögen? Für viele von ihnen ist das Auto unverzichtbar. Ihnen allen, sei es Senioren oder eben Menschen mit Handicap, widmen wir das vorliegende Titelthema. Dabei erfährt man etwa, dass Senioren bis ins höchsten Alter auch ganz schön flott unterwegs sein können, was etwa Heinz Podak beweist. Der 86-jährige Basler fährt nach wie vor in seinem 968er im Porsche Suisse Cup mit. «Nicht mehr immer am Limit», sagt er. «Ausflüge ins Kiesbett müssen nicht mehr sein.» Im Alltag ist der schnellste Ü85 im Land, der sich auch vor langen Strecken überhaupt nicht fürchtet, immer noch täglich im Auto unterwegs. Dies dann freilich in seinem Smart.


INHALT

AR 42/2017

 

TITELTHEMA

Alles im Griff Senioren und Handicapierte am Steuer – Fakten, Auflagen und Vorurteile.

 

OCCASIONEN

Ford Kuga

 

NEUHEITEN

Viel Power Aston Martin DB11, Toyota GR HV, Rinspeed Snap, Cayman E-Volution

 

TESTS & FAHRBERICHTE

Ford Kuga Vignale

Hyundai i30 N

 

SPORT

Vollgas im Alter Heinz Podak fährt mit 86 Porsche-Cup

Alain Menu Der Altmeister ist jetzt für Hyundai im Einsatz

Moto2 Lüthi erbt den Sieg von Dominique Aegerter

 

RUBRIKEN

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