EDOTORIAL: MIT JEDEM SCHLUCK NÄHER BEI HAMILTON & VETTEL

In erster Linie wirkt sich Alkohol negativ auf das Sehvermögen aus.

Wenn Sie von einer Polizeipatrouille angehalten werden, was vor den und während der Festtage immer passieren kann, haben Sie das Recht, die Polizei vor dem Atemtest um einen Schluck Wasser zu bitten. Dies, um Mund- und Rachenraum zu reinigen. Wenn der letzte Schluck Alkohol unmittelbar vor dem Test durch die Speiseröhre zischte und Sie nicht «en masse» Feuerwasser konsumiert haben, kann eine Mundspülung eventuell den Unterschied zu Ihren Gunsten ausmachen … Allein, bei denen, die definitiv zu viel Saft mit hohem Drehmoment aufgesaugt haben, hilft auch kein Wasser mehr. Dann heisst es ultimativ – Hände weg vom Steuer. Alles andere ist lebensgefährlich. Selbst wenn die Unfälle mit tödlichem Ausgang seit der Einführung der 0.5-Promille-Grenze im Jahr 2005 respektive 0.0 für Fahrer mit einem Ausweis auf Probe deutlich zurückgegangen sind.

Alkohol wirkt sich vorab auf das Sehvermögen aus. Wisse dazu: Der Verkehrsteilnehmer, egal womit unterwegs, nimmt über das optische System 90 % der relevanten Informationen auf. Allein, auch die Informationsverarbeitung via Hirn leidet. Alkohol gelangt via Blut in alle Bereiche des Körpers, insbesondere eben in die des Gehirns. Dies wiederum hat Folgen für die sinnesphysiologische Leistungsfähigkeit sowie die psychische Verfassung. Es beginnt mehr oder weniger zu stottern im «Laufwerk». Spätestens ab 0.8 Promille meldet sich der Tunnelblick. Das heisst, man sieht auf einen Blick nur noch einen Bruchteil dessen, was man in nüchternem Zustand sehen würde. «Abgesehen davon hat der Alkohol vorab auch einen enthemmenden Effekt, der Menschen dazu bringt, mehr Risiken einzugehen und ihre Fähigkeiten zu überschätzen», sagt Uwe Ewert im Interview. Ewert ist Verkehrspsychologe bei der BfU (Beratungsstelle für Unfallverhütung). Der Bewegungsdrang steigt, der Leichtsinn, die Sorg­losigkeit und die Leichtfertigkeit ebenfalls. Mit jedem Bier fühlst du dich also den Kameraden Hamilton und Vettel einen Schluck näher. Und dann wirds richtig gefährlich. Wie gut, dass es im Fall, wenn man den «Synapsentango» tanzt, die Freiwilligen von «Nez Rouge» gibt, denen man nach dem Glas Wein oder Bier zu viel anrufen kann und die einen und sein Auto dann sicher nach Hause fahren. Manchmal wirds übrigens dabei ganz lustig …


 

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AR 50/2017

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Alkohol am Steuer Stressiger Dezember

Nez Rouge Das Rentier ist gestartet

 

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