GRUNDLAGE FÜR VOLL­ AUTOMATISIERTES FAHREN

Continental hat sein Portfolio für automatisiertes Fahren durch den Kauf von Hi-Res-3-D-Flash-Lidar- Technologie vergrössert.

Im Dezember 2012 erhielt Continental als erster Automobilzulieferer weltweit vom Nevada Department of Motor Vehicles (DMV) eine Lizenz zum Testen von automatisiertem Fahren auf öffentlichen Strassen in dem US-Bundesstaat.
Im Dezember 2012 erhielt Continental als erster Automobilzulieferer weltweit vom Nevada Department of Motor Vehicles (DMV) eine Lizenz zum Testen von automatisiertem Fahren auf öffentlichen Strassen in dem US-Bundesstaat.

Der internationale Automobilzulieferer Continental gab vor Kurzem die Übernahme des Hi-Res-3-D-Flash-Lidar-Geschäfts des Unternehmens Advanced Scientific Concepts, Inc. (ASC) mit Sitz in Santa Barbara, Kalifornien/USA, bekannt.

Mithilfe dieser neuen Systeme dem eigenen Portfolio an Umfeldsensoren hofft Continental, das hoch- bzw. vollautomatisierte Fahren realisieren zu können.

3­D­-Umfelderfassung
Ein wesentlicher Vorteil der Hi-Res-3-D-Flash-Lidar-Sensortechnologie liegt darin, dass ei- ne 3-D-Umfelderfassung in Echtzeit realisiert wird. Die Technologie ermöglicht ein erheblich umfassenderes und detaillierteres Bild der gesamten Fahrzeugumgebung sowohl bei Tag als auch bei Nacht und arbeitet auch bei widrigen Wetterbedingungen zuverlässig.

Continental arbeitet an einem Familienkonzept von Sensoren, um die unterschiedlichen Anforderungen rund um das Fahrzeug abzudecken sowie eine funktionsoptimierte Darstellung und Segmentierung des gesamten Fahrzeugumfeldes zu ermölichen. «Wir benötigen verschiedene Umfeldsensortechnologien, um die nächsten Stufen automatisierten Fahrens sicher realisieren zu können», so Karlheinz Haupt, Leiter des Geschäftsbereichs Fahrerassistenzsysteme und Mitglied der Geschäftsleitung der Division Chassis & Safety bei Continental.

«Bereits heute verfügen wir über leistungsfähige und bewährte Technologielösungen in den Bereichen Radar, Kamera und Datenfusion. Die Hi-Res-3-D-Flash-Lidar-Technologie ist ein weiterer Baustein in unserem Technologieportfolio, um unsere führende Position bei der Entwicklung automatisierten Fahrens weiter zu stärken und auszubauen.»

Mehr als 72 000 Meilen autonom gefahren
Im Dezember 2012 erhielt Continental als erster Automobilzulieferer weltweit vom Nevada Department of Motor Vehicles (DMV) eine Lizenz zum Testen von automatisiertem Fahren auf öffentlichen Strassen in dem US-Bundesstaat. Diese Testgenehmigung gilt für einen Versuchsträger für hochautomatisiertes Fahren von Continental. Inzwischen hat Continental mehr als 72 000 Meilen (über 115 000 Kilometer) bei Testfahrten im hochautomatisierten Fahrbetrieb absolviert, wobei ein Ingenieur während des Tests stets das Fahrzeugverhalten hinter dem Steuer überwacht. Zusäzlich zu den USA und Deutschland betreibt Continental auch in Japan Entwicklungsaktivitäten zum automatisierten Fahren.

Autonomes Fahren auf der Autobahn
Staus sindanstrengend, belasten die Nerven des Fahrers und tragen ein erhöhtes Risiko Auffahrunfällen mit sich. Durch das autonome Fahren können solche Risiken minimiert werden. Der Fahrer kann lediglich einen Knopf drücken, um die Aufgabe an das Fahrzeug zu übertragen. Bremsen, Anfahren, und die Einhaltung eines Sicherheitsabstand werden vom Auto gesteuert, während der Fahrer seine Hände nicht am Lenkrad halten muss.

Das autonome Fahren will nicht nur die Sicherheit auf den Strassen erhöhen, sondern auch die Anstregnung von langen Autobahnfahrten reduzieren. Einmal aktiviert, nimmt das Fahrzeug die Geschwindigkeit des Fahrers auf und erkennt die Verkehrsbedingungen, sowie auch die Vorschriften. Das Fahrzeugt bleibt sicher in der Spur. Der Fahrer muss erst wieder das Steuer übernehmen wenn die Autobahn verlassen wird. Die Informationen werden von den Kameras und Sensoren, welche im Auto eingebaut sind zur Verfügung gestellt.