EDITORIAL: NUR SCHNELL GENÜGT KAUM

Was macht einen Sportwagen aus? Klar, die Leistung. Will heissen eine imposante Beschleunigung und eine hohe Endgeschwindigkeit. Ja, nicht vergessen wollen wir das Drehmoment – und gewiss auch nicht einen attraktiven Motorensound. So jedenfalls stelle ich mir ein ideales Sportauto vor. Und wie sieht es mit dem sportlichen Auto der Zukunft aus? Sofern ein solches Fahrzeugkonzept dann überhaupt noch seine Berechtigung haben wird … Nun vermutlich wird dannzumal mein «Traum-Sportwagen» über die selben Attribute verfügen. Ich korrigiere: beinahe die selben. Wie auch unsere aktuelle Berichterstattung in dieser Nummer über die Zukunft des Sportautos aufzeigt, ist davon auszugehen, dass die Stromer das imaginäre Rennen machen und sich im Fuhrpark durchsetzen. Somit dürfte, wenn nicht künstlich mit Sound-Design nachgeholfen wird, der Motorensound fehlen.

Mit dem Leichtbau beleuchten wir in dieser Ausgabe einen weiteren wichtigen Aspekt im Zusammenhang mit Sportautos. Interessant, was man vor allem in früheren Tagen nicht alles unternahm, um Pfunde abzubauen. Um Kilos – oder viel mehr Pounds – geht es in einem weiteren Bericht über die neue Lotus Elise. Sie fuhren wir ebenso wie den Bentley Continental GT Supersports. Letzterer ist gewiss ein Dickschiff, doch mit ungeahnten Sportwagen-Qualitäten. Was schnell fährt, muss auch rasch verzögert werden. Oft übernehmen diesen Job Bremsen von Brembo, wir schauen auch auf die Entwicklung dieser Prestigemarke.  Nicht gerade viel Prestige holte sich Volkswagen mit der Diesel-Affäre. Doch wie man in Wolfsburg jüngst informierte, sollte diese Krise bald ausgestanden sein. Zudem verläuft der Geschäftsgang positiv und es gibt eine grosse Produktoffensive. Wir waren dabei, als am VW-Sitz diese Goodnews verkündet wurden.

Weniger gut fühlt man sich als Autobesitzer, wenn man im Motorraum ungebetenen Marder-Besuch hatte. Was kann man dagegen tun? Wir geben wichtige Tipps, damit verbissene Schläuche und Kabel nicht zum Fiasko führen. Denn bei einer defekten Kabelverbindung nützt auch die leistungsfähigste Batterie nichts. Wir orientieren in dieser Nummer über die aktuelle Forschung für künftige Batteriekonzepte. Mit den Akkus der Zukunft sollen Elektroautos bis zu 1000 km weit fahren können. Und ja, wir haben auch noch den Fahrzeugtest. Der aktuelle Testwagen ist der Abarth 595 Competizione. Die auf dem Fiat 500 basierende «Donnerkugel» ist halt so klein, dass man sie beinahe übersieht. Doch hier gilt: «Klein, aber oho!» So geht der Abarth tüchtig ab, und natürlich profitiert auch er von einem Motor mit viel Power, der ein leichtes Auto antreibt. Ganz im Sinne eines Sportwagens.


INHALT

AR 19/2017

 

TITELTHEMA

Sportwagen der Zukunft So könnten sie sein …

Leichtbauweise bei Sportautos

TECHNIK & RATGEBER

Batterietechnologien Technik

Marderschäden Ratgeber

Brembo-Bremsen Technik

AKTUELL

VW Strategie und Zukunft

TESTS & FAHRBERICHTE

Abarth 565 Competizone Test

Lotus Elise vs. Bentley Continental GT Supersports Der ungleiche Vergleich

2McLaren 720S Fahrbericht

SPORT

SM Slalom Spannende
Dreikämpfe in Saanen BE

WEC Buemi mit Glück

Rallyecross Voll «trendy»

Moto2 Lüthi holt auf

RUBRIKEN

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